
Im Alltag, besonders für Stadtbewohner, muss man viel seltener nach einem wirksamen Mittel gegen Wespen und Hornissen suchen als beispielsweise nach einem Mittel gegen Kakerlaken. In der Regel müssen sich Gartenliebhaber und insbesondere Imker Gedanken darüber machen, womit man Hornissen bekämpfen kann (mehrere Dutzend Hornissen können in nur wenigen Stunden ein ganzes Bienenvolk mit mehreren tausend Tieren vollständig vernichten).

Ein Gift für Wespen und Hornissen kann auch dann nützlich sein, wenn besonders 'dreiste' Insekten beschließen, ihr Nest in oder in unmittelbarer Nähe von Wirtschaftsgebäuden zu bauen. In diesem Fall kann eine solch enge Nachbarschaft von Insekten und Menschen einfach gesundheitsgefährdend sein, insbesondere für kleine Kinder.

Da Hornissen- und Wespenstiche (auch einzelne) zu starken Vergiftungen und in seltenen Fällen sogar zu Todesfällen führen können, sollten die Nester dieser Insekten so schnell wie möglich beseitigt werden, ohne darauf zu warten, dass sie den Menschen eines Tages plötzlich als Bedrohung wahrnehmen und angreifen. Dabei können Hornissen und Wespen sowohl direkt mit Insektiziden als auch in Kombination mit einer mechanischen Zerstörung des Nestes getötet werden.
Insektizide gegen stechende Insekten
Nicht jedes Insektizid, das im nächsten Baumarkt oder Gartencenter verkauft wird, ist in der Lage, eine Hornisse oder Wespe zu töten. Bei der Auswahl sollte man sich an modernen Insektenbekämpfungsmitteln orientieren, von denen die meisten ein breites Wirkungsspektrum haben.
Unter den vielen universellen Mitteln kann man einige nennen, die sich für den praktischen Einsatz gut eignen:
- Karbofos – ein preiswertes und relativ sicheres Präparat auf Basis des gleichnamigen phosphororganischen Insektizids, das häufig zur Bekämpfung von Kakerlaken, Kartoffelkäfern und Wanzen eingesetzt wird. Es muss in Wasser verdünnt werden und ist sowohl in flüssiger Form in Kanistern als auch als Pulver in Tüten erhältlich.

- Insektizide auf Basis von Chlorpyrifos mit Kontaktwirkung. Auf dieser Verbindung basieren beispielsweise die Insektenbekämpfungsmittel Get, Agran, Xulat, Dobrochim Mikro, Dursban, Fosban, Cipi Lux, Sinuzan und andere. Alle diese Präparate können ebenfalls als Mittel gegen Hornissen in den in den Anleitungen angegebenen Konzentrationen verwendet werden.

- Palach – ein ebenfalls recht wirksames Insektenbekämpfungsmittel mit breitem Wirkungsspektrum. Die benötigte Menge des Präparats, um das Gift für Hornissen und Wespen herzustellen, beschränkt sich in den meisten Fällen auf buchstäblich 2-3 Flaschen zu einem Gesamtpreis von etwa 2-3 €.

- TETRIX – ein professionelles Schädlingsbekämpfungsmittel niederländischer Herstellung. Es wird in unserem Land in Großmengen und hauptsächlich nur an professionelle Schädlingsbekämpfungsdienste verkauft. In kleinen Mengen kann der Erwerb problematisch sein.

- Aerosolprodukte wie Raid, Kombat, Raptor, Dichlofos Neo und ähnliche sind in vielen Haushaltswarengeschäften erhältlich. Ihre Anwendung setzt jedoch einen direkten Kontakt mit dem Nest voraus. Hornissen oder Wespen lassen sich mit Aerosolen nicht sofort töten. Daher wird das Mittel zunächst aus der Dose in einen Plastikbeutel gesprüht, der dann schnell über das Nest gestülpt und zugebunden wird.

Jedes Gift bei der Bekämpfung von Hornissen oder Wespen muss sehr vorsichtig angewendet werden: Denken Sie daran, dass diese Insekten ihr Nest mit dem gesamten Schwarm sehr aktiv verteidigen können.

Befindet sich kein Nest auf dem Grundstück, ist es sinnvoll, spezielle vergiftete Köder für Hornissen und Wespen zu verwenden (dazu weiter unten mehr).
Wird ein Nest entdeckt, ist es am besten, es in der Dunkelheit zu vernichten, wenn die Insekten wenig aktiv sind: Gehen Sie nachts mit dem bereits vorbereiteten Mittel oder einer Aerosoldose und einem Müllbeutel, der groß genug ist, um das gesamte Insektennest aufzunehmen, zum Nest.
Die erste Möglichkeit: wenn das Nest an einem Baumzweig hängt.

In diesem Fall wird Gift in den Beutel gefüllt oder gesprüht, der dann von unten über das Hornissen- oder Wespennest gestülpt wird. Anschließend wird der Beutelrand schnell an der Stelle zugebunden, an der das Nest am Zweig befestigt ist, damit die Bewohner nicht entkommen.
Die zweite Möglichkeit ist die Platzierung des Nestes an der Decke eines Wirtschaftsgebäudes. In diesem Fall ist die Vorgehensweise fast die gleiche, der Hauptunterschied besteht lediglich darin, dass der Müllbeutel dabei nicht zugebunden, sondern mit Klebeband an der Decke befestigt wird.


Die dritte Möglichkeit (die einfachste) – wenn sich das Nest in einer Baumhöhle oder einem Bau befindet. In diesen Fällen wird das Insektizid schnell in diese Öffnungen gegossen, woraufhin die Eingänge sofort mit synthetischer Watte, Werg oder Putzlappen verschlossen werden, die ebenfalls leicht mit Gift getränkt sind.


Wichtig!
Unabhängig davon, ob Sie nachts oder tagsüber Wespen und Hornissen mit speziellen Mitteln töten möchten, müssen Sie zuvor Handschuhe, eine Imkermaske und Kleidung mit langen Ärmeln tragen. Wenn auch nur eine Hornisse während des Vorgangs aus dem Nest fliegen und stechen kann, können die Folgen – abhängig von einer eventuellen Allergie gegen Insektenstiche – recht schwerwiegend sein.
Hausmittel zur Bekämpfung von Wespen und Hornissen
Gegen Hornissen und Wespen kann man auch mit zahlreichen Hausmitteln vorgehen. Im Laufe der Geschichte der Bekämpfung dieser Insekten durch den Menschen haben sich viele solcher Rezepte angesammelt, die meisten davon erweisen sich jedoch als deutlich weniger wirksam als moderne Insektizide.

Einige besonders beliebte Hausmittel möchten wir näher betrachten.
Erstens ist da der Fliegenpilz, der im Volksmund als recht wirksames Gift gegen Hornissen gilt, aber eine besondere Zubereitung erfordert. Wie tötet man eine Hornisse mit dieser Methode? Dazu nimmt man auf drei Fliegenpilzhüte 100 Gramm Honig und ein Glas Wasser, schneidet den Pilz in kleine Stücke, mischt ihn mit den anderen Zutaten und kocht alles 3-5 Minuten lang.
Nach dem Abkühlen wird das Mittel in Konservendosen gefüllt und dort platziert, wo Hornissen am häufigsten vorkommen (tatsächlich erhält man so einen typischen Giftköder für Hornissen und Wespen). Auf diese Weise lassen sich nicht alle Insekten vernichten, aber ein Teil von ihnen wird dennoch sterben.
Alternativ kann der Fliegenpilz in diesem Rezept durch Borsäure ersetzt werden.

Bewertung
„Immer im Frühling bekämpfen wir Hornissen mit Fliegenpilz. Ein hervorragendes Mittel, es vergiftet sie zuverlässig und ist zudem erschwinglich. Man sollte es genau im Frühling anwenden, wenn die Hornissen gerade erst erscheinen. So kann man sogar die im Nest sitzende Königin vernichten – die Arbeiterinnen bringen ihr das Gift und füttern sie damit. Wenn man jedoch versucht, die Hornissen im August so zu vergiften, wird nichts daraus – zu diesem Zeitpunkt sind es bereits sehr viele. Es ist einfacher, das Nest selbst zu finden und zu verbrennen.“
Wladislaw, Taschkent
Ein zweites Hausmittel gegen Wespen und Hornissen ist roter Pfeffer, dessen Büschel direkt in der Nähe des Nests aufgehängt werden. Man nimmt an, dass der Geruch von Pfeffer Wespen und Hornissen vertreibt und dass sie deshalb ihr bereits bewohntes Nest verlassen könnten.

Die dritte Methode ist die Verwendung eines Fleischstücks. Es wird in der Nähe des Hornissennests platziert und ein bis zwei Tage hängen gelassen, damit sich die Insekten daran gewöhnen, es zur Fütterung anzufliegen. Dann wird das Fleisch mit Chlorophos oder DDT behandelt (heutzutage ist es natürlich besser, dafür ein beliebiges modernes Insektizid zu verwenden, z. B. die Präparate Get, Lambda Zone, Palach usw.).


Die Praxis zeigt, dass man mit vergiftetem Fleisch innerhalb weniger Tage fast alle Arbeiterhornissen töten kann. Es ist jedoch zu beachten, dass unter dem Köder ein Eimer platziert werden sollte, in den die vergifteten Insekten fallen, und diese regelmäßig entfernt werden müssen. Andernfalls könnten auch Vögel auf dem Grundstück vergiftet werden, die die vergifteten Insekten vom Boden fressen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Hausmittel bestenfalls innerhalb weniger Tage (oder sogar Wochen) wirken. Wenn Sie Wespen oder Hornissen also schnell beseitigen müssen, sind sie leider nicht geeignet.
Fallen und ihre Anwendungsregeln
Ähnlich wie bei vergifteten Ködern können auch spezielle Fallen für Hornissen und Wespen verwendet werden. Die einfachste Falle wird aus einer Plastikflasche hergestellt: Die obere Hälfte wird mit einem Messer oder einer Schere abgeschnitten, der Verschluss abgeschraubt, das Oberteil umgedreht und mit dem Flaschenhals nach unten in das Unterteil gesteckt.

In die untere Hälfte der Flasche wird Zuckersirup oder Honig mit Bier gefüllt, auf den die Insekten aktiv zufliegen. Von dem Köder angelockt, kriechen die Hornissen durch den Trichter in die Flaschenfalle, fressen dort, können aber die Öffnung zum Verlassen nicht mehr finden.
Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch importierte Spezialfallen für Wespen und Hornissen. Bei großem Interesse oder Zweifel an der Wirksamkeit eines selbstgebauten Geräts können diese durchaus verwendet werden. Es gibt auch Klebevarianten von Fallen im Handel.


Allerdings wird es auch mit einer solchen Falle schwierig sein, alle Hornissen schnell zu fangen.
Schnell wirkende Mittel zur Vernichtung von Wespen und Hornissen
Dennoch gibt es starke und schnell wirkende Mittel gegen Hornissen. Seltsamerweise ist eine der effektivsten Methoden zur Beseitigung von Wespen und Hornissen das einfache, jedem zugängliche Wasser in einem Eimer.

Je nach Größe des Nestes wird so viel Wasser in den Eimer gefüllt, dass die Flüssigkeit beim Eintauchen des Hornissennestes bis zum Rand reicht. Der Eimer wird so zum Nest hochgehoben, dass es vollständig im Wasser versinkt. Sie sollten sich im Voraus überlegen, wie Sie den Behälter fixieren können: Bereiten Sie zum Beispiel einen passend hohen Holzbalken oder eine Trittleiter vor, mit dem bzw. der Sie den an die Decke gedrückten Eimer von unten abstützen können.
Eine andere Möglichkeit ist, das Wespennest oder Hornissennest mit Benzin oder Kerosin zu übergießen und anschließend anzuzünden. Die Behausung dieser Insekten besteht aus einer kartonartigen Substanz, die sehr schnell brennt, sodass der gesamte Vorgang nur wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Diese Methode sollte jedoch nur mit äußerster Vorsicht und nur dann angewendet werden, wenn sich das Nest im Freien befindet. So können Sie Hornissen töten, deren Behausung beispielsweise an einem einzelnen Ast hängt.
Bei der Durchführung der Aktion müssen Sie sorgfältig darauf achten, dass das Feuer nur das Nest selbst erfasst und nicht auf den Baum oder die umliegenden Pflanzen übergreift. Im Idealfall sollten Sie bei der Wahl dieser Beseitigungsmethode einen Feuerlöscher zur Hand haben und entsprechend damit umgehen können.
Ein Nest in der Erde kann man zum Beispiel beseitigen, indem man einen Topf oder einen ganzen Eimer kochendes Wasser in die Öffnung gießt. Es wird nicht empfohlen, einen kleineren Behälter zu nehmen, da der Bau tief sein könnte und das kochende Wasser dann einfach nicht ausreicht. Nach dem Vorgang sollte der Ausgang an der Oberfläche mit etwas abgedeckt werden, damit zufällig überlebende Insekten nicht ins Freie gelangen können.

Hornissen und Wespen kann man auch mit Altöl töten: In der Regel wird damit das Nest übergossen, das wiederum an einem Baum hängt. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Methode äußerst umweltschädlich ist.
Und schließlich sollte man bedenken, dass Hornissen und Wespen – trotz allem – nützliche Verbündete des Menschen im Kampf gegen landwirtschaftliche Schädlinge sind. Diese räuberischen Insekten vertilgen aktiv Raupen, Käferlarven und Blattläuse.
Bevor Sie eine Hornisse gedankenlos töten, beobachten Sie sie – vielleicht fliegt sie nur über dem Gemüse- oder Obstgarten und kommt nicht einmal in die Nähe des Hauses auf dem Grundstück. Halten Sie einen Moment inne und denken Sie nach: Dieses Insekt hilft Ihnen doch im Kampf um die Ernte – lohnt es sich, es zu bekämpfen?
Wenn Sie sich in unmittelbarer Nähe von Hornissen aufhalten, müssen Sie sich selbstverständlich schützen. Aber auch ohne Grund sollte man sie nicht vernichten: In letzter Zeit werden Hornissen aufgrund der sinnlosen Tötung durch Gärtner leider bereits zu recht seltenen Insekten.
Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein und bewahren Sie für zukünftige Generationen dieses interessante und wichtige – zumindest für die Natur – Insekt.
Interessantes Video: Eine detaillierte Anleitung zum Bau einer Wespenfalle zum Schutz des Weinbergs
Ein weiteres Beispiel für eine Falle für Wespen und Hornissen aus Haushaltsmaterialien





