In diesem Experiment sehen wir, wie das Raptor-Aerosol gegen kriechende Insekten auf gewöhnliche rotbraune Kakerlaken wirkt.
Wirksubstanzen des Mittels:
- Cypermethrin (Gehalt 0,2 %);
- Tetramethrin (0,2 %);
- Piperonylbutoxid – ein sogenannter Synergist, der die Wirkung der ersten beiden Komponenten verstärkt (0,5 %).
Dieses Aerosol wird vom Hersteller als professionelles Mittel zur Bekämpfung kriechender Insekten (Kakerlaken, Bettwanzen, Hausameisen usw.) positioniert.
Die im Raptor-Aerosol enthaltenen Substanzen Tetramethrin und Cypermethrin sind Kontaktinsektizide, d.h. sie können Insekten bereits bei einfachem Kontakt mit ihrem Chitinpanzer abtöten. Wenn zum Beispiel eine Kakerlake über eine zuvor mit dem Mittel behandelte und getrocknete Oberfläche läuft, bleiben Partikel des Mittels an den Beinen und Körperhüllen des Schädlings haften. Dann dringen sie in die Hämolymphe der Kakerlake ein und entfalten eine nervenlähmende Wirkung.
Das Fassungsvermögen der Dose beträgt 350 ml.
In der Gebrauchsanweisung wird ein Verbrauch von 20 Gramm pro Quadratmeter angegeben.
Eine Dose Raptor-Aerosol reicht für die Behandlung von etwa 60 Quadratmetern Oberfläche.
Der Preis des Mittels beträgt etwa 2 €.
So lassen Sie uns experimentell die Wirksamkeit des Aerosols bei direktem Kontakt mit den Insekten bewerten.
Sehen Sie sich das Video an:
0 Min 25 Sek – Wir geben vier Kakerlaken (Deutsche Schaben), 2 erwachsene Exemplare und 2 Nymphen, in einen durchsichtigen Plastikbehälter.
0 Min 40 Sek – Wir sprühen das Aerosol vorsichtig – so, dass die Kakerlaken nicht vom Strahl aus dem Behälter geblasen werden. Wir starten die Stoppuhr, um die Wirkungsgeschwindigkeit des Mittels zu messen.
Zur Kenntnis
Bei starkem Druck auf den Dosenknopf wird das Aerosol mit einem zu starken Strahl versprüht. In der Praxis (bei der Behandlung in einer Wohnung) ist das sehr hilfreich, da es ermöglicht, das Mittel an schwer zugänglichen Stellen zu versprühen, an die man mit der Hand und der Dose nur schwer herankommt.
Obwohl das Mittel eindeutig einen Minzduft enthält (bei der Anwendung ist sofort ein süßliches Minzaroma zu spüren), ist der Geruch insgesamt ziemlich unangenehm.
Während des Experiments schließen wir den Behälter mit den Kakerlaken nicht, damit die Konzentration des Raptor-Mittels in der Luft ungefähr der gleichen entspricht wie bei einer realen Behandlung in einer Wohnung.
Wenn Aerosolpartikel auf Kakerlaken gelangen, dringen die Wirkstoffe über die Atemöffnungen und die äußere Hülle in ihren Körper ein, woraufhin sie allmählich (relativ schnell) eine Lähmung hervorrufen.
1 Minute 34 Sekunden – Nach 3 Minuten und 30 Sekunden ab Beginn des Tests sind die ersten Ergebnisse des Mittels deutlich sichtbar: Zwei Kakerlaken sind gelähmt (gestorben), aber zwei weitere bleiben noch aktiv.
1 Minute 52 Sekunden – Nach 1 Stunde und 20 Minuten ab Beginn des Tests sind alle Kakerlaken tot.
Da es unter realen Bedingungen praktisch unmöglich ist, die Kakerlaken selbst zu behandeln, müssen in der Praxis die Oberflächen behandelt werden, auf denen sich die Kakerlaken bewegen, und man kann nur auf die Kontaktwirkung des Mittels hoffen.
Im zweiten Teil des Experiments sehen wir, ob die Kakerlaken schnell sterben, nachdem sie über eine zuvor behandelte und bereits getrocknete Oberfläche gelaufen sind.
2 Minuten 30 Sekunden – Wir sprühen das Raptor-Aerosol gegen kriechende Insekten in einen leeren Behälter und lassen es eine Stunde lang offen stehen, damit das Mittel trocknen kann.
Und außerdem: Das Raid-Aerosol funktioniert tatsächlich – die Kakerlaken sterben schnell. Sehen Sie sich unser Video an...
2 Minuten 56 Sekunden – Nach vollständiger Trocknung des versprühten Mittels setzen wir rote Kakerlaken in den Behälter. Den Behälter schließen wir nicht mit einem Deckel, damit die Versuchsbedingungen denen einer Behandlung in einer normalen Wohnung möglichst ähnlich sind. Wir starten die Stoppuhr.
Zur Kenntnis
Bei den Kakerlaken, die sich auf den Rücken gedreht haben, haftet mehr Mittel am Körper, und folglich beginnt es schneller zu wirken als bei Kakerlaken, die auf den Beinen stehen.
3 Minuten 20 Sekunden – Nach einer Stunde hat das Mittel gewirkt. Eine Kakerlake ist tot, zwei weitere bewegen sich noch, können aber nicht mehr rennen. In einer Wohnung könnten sie in ein Versteck fliehen und dort sterben, daher könnte man die toten Insekten nach der Behandlung des Raumes möglicherweise nicht bemerken. Die Kakerlaken würden einfach allmählich weniger werden.
3 Minuten 43 Sekunden – Nach 4 Stunden und 11 Minuten sind alle Versuchskakerlaken gestorben.
Wir ziehen die folgenden Schlussfolgerungen:
Das Raptor-Aerosol gegen kriechende Insekten kann tatsächlich Kakerlaken wirksam abtöten. Bei direktem Kontakt mit dem Mittel starben die Kakerlaken nach 1 Stunde und 20 Minuten, und bei Kontakt mit behandelten, getrockneten Oberflächen starben sie innerhalb von 4 Stunden und 11 Minuten.
Daher gibt es allen Grund zu der Annahme, dass das Raptor-Mittel bei der Anwendung in einer Wohnung oder einem Privathaus tatsächlich helfen kann, die Kakerlaken loszuwerden.
Wichtig zu wissen
Wenn eine große Menge dieses Aerosols in die Atemwege gelangt, kann es zu einer Vergiftung kommen. Wenn das Mittel in die Augen, auf Schleimhäute oder die Haut gelangt, kann es Reizungen und Juckreiz verursachen. Daher müssen bei der Arbeit unbedingt persönliche Schutzausrüstungen – Gummihandschuhe, Atemschutzmaske und Schutzbrille – verwendet werden.
