
Hausmittel gegen Motten sind zahlreich und den meisten Menschen besser bekannt als die wirksameren modernen Präparate. Wenn im Schrank unscheinbare Falter entdeckt werden und auf der Kleidung unschöne, kahle Stellen auftauchen, ist es meist ein Hausmittel gegen Motten – Lavendel, Orangenschalen oder Geranie –, das dem Kleiderschrankbesitzer als Erstes in den Sinn kommt.
Erst später, auf dem Markt oder im Geschäft, erfährt er, dass heute gegen den Kleiderschädling häufiger hochmoderne Errungenschaften der chemischen Industrie eingesetzt werden. Aber selbst solche modernen Präparate werden bei der Bekämpfung der Falter sehr effektiv durch einfache und leicht zugängliche traditionelle Mittel ergänzt.
Hausmittel gegen Motten unterscheiden sich je nachdem, gegen welchen Schädling sie eingesetzt werden – gegen Kleidermotten oder gegen Lebensmittelmotten. Dabei zielen fast alle Hausmittel zur Mottenbekämpfung eher auf die Abschreckung der Schädlinge ab, nicht auf deren Vernichtung.
Einst galt Naphthalin als das wirksamste Mittel gegen Motten.

Es stimmt, dass es sich als äußerst wirksam erwies und so weit verbreitet und allgegenwärtig eingesetzt wurde, dass es zu den 'Volksheilmitteln' zählte und sogar der Redewendung 'nach Mottenkugeln riechen' ihren Ursprung gab. Später entdeckten Mediziner jedoch die krebserregenden Eigenschaften dieser Substanz und kamen zu dem Schluss, dass sie für den Menschen nicht weniger gefährlich ist als für Motten. Daher wird Naphthalin heute kaum noch verwendet. Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Ersatzstoffen.
Orangenschalen
Orangenschalen sind ein altes Volksmittel gegen Lebensmittelmotten. Der starke Duft von Zitrusfrüchten wirkt abschreckend auf erwachsene Falter, sodass Motten in Schränken und Kommoden, in denen Orangen-, Zitronen- oder Mandarinenschalen ausgelegt sind, keine Eier ablegen. Wenn jedoch bereits Eier oder Larven der Motte in den Lebensmitteln vorhanden sind, vertreiben oder vernichten Orangenschalen diese nicht.

Anwendung: Frische Schalen sollten in der Nähe von Lebensmitteln ausgelegt werden. Sobald sie austrocknen und ihr Aroma verlieren, müssen sie ausgetauscht werden.
Fazit: Dieses Mittel eignet sich gut zur Vorbeugung eines Befalls sauberer Lebensmittel und zur Abschreckung von Motten in Küchenmöbeln im Allgemeinen.
Bewertung:
„Als in meiner Küche kleine braune Falter auftauchten, bekämpfte ich sie mit Essig und legte Orangenschalen in die Schränke. Einen besonderen Effekt hatte das nicht, bis ich eine Tüte mit alten Erbsen fand und wegwarf, in der es nur so von Raupen wimmelte. Danach ließ ich die Orangenschalen weiterhin in den Schränken liegen, und obwohl gelegentlich Falter in der Küche auftauchten, befielen sie die Lebensmittel nicht mehr. Vor etwa zwei Monaten waren die Motten dann ganz verschwunden und kamen nicht wieder.“
Inga, Rostow am Don
Kernseife im Schrank und in der Kleidung
Kernseife ist ein universelles Volksmittel zum Schutz vor Motten, das sowohl gegen Küchen- als auch gegen Kleidermotten sehr wirksam eingesetzt wird. Ihr Hauptnachteil ist der unangenehme Geruch: Hochwertige Kleidung mit dem deutlichen Duft von Kernseife möchte kaum jemand tragen. Das Mittel schreckt erwachsene Falter ab und schränkt die Bewegungsfähigkeit der Raupen stark ein.

Anwendung: Stücke von (möglichst frischer) Seife werden in Kleidungstaschen oder in Küchenmöbeln ausgelegt.
Fazit: Kernseife ist ein stets verfügbares und einfach anzuwendendes Mittel, das sich gut zum Schutz von Vorratskammern und Abstellräumen vor Motten eignet.
Bewertung
„Als ich klein war, legte meine Großmutter gegen Motten im Schrank in die Taschen der Pelzmäntel Stücke von Waschseife. Es gab wohl nie Motten, aber ich denke, man sollte dieses Mittel heute nicht vernachlässigen.“
Oleg, Nowokusnezk
Lavendel
Von allen Hausmitteln gegen Motten ist Lavendel wohl das bekannteste. Er hat einen starken und recht angenehmen Geruch, verflüchtigt sich nicht schnell und vertreibt zuverlässig erwachsene Falter und Raupen. Verwendet werden sowohl getrocknete Lavendelblüten als auch sein ätherisches Öl. Letzteres ist übrigens Bestandteil vieler industriell hergestellter Mottentabletten und -einsätze.

Anwendung: In speziellen porösen Beuteln werden Lavendelblätter in Schränken und zwischen Kleiderstapeln verteilt. Ätherisches Öl in offenen Behältnissen wird in Schränken und Kommoden aufgestellt.

Wichtig
Man darf die Kleidung nicht direkt mit ätherischem Lavendelöl besprühen. Man kann nie sicher sein, ob dieses Produkt von guter Qualität ist. Enthält es auch nur eine geringe Menge Sonnenblumen- oder Palmöl, hinterlässt es nicht entfernbare Flecken auf der Kleidung. Die Kleidung selbst kann mit einem Lavendelsud besprüht werden, dies muss jedoch regelmäßig und häufig erfolgen.
Bewertung
„Als wir Motten hatten, kaufte ich auf die altmodische Art eine Packung Lavendel und stellte sie in kleinen Bechern in den Schrank. Vorher schüttelte ich alle Kleidungsstücke gründlich aus und lüftete sie draußen. So steht es jetzt immer noch, und es gibt keine Anzeichen von Schädlingen.“
Olga, Nowosibirsk
Geranie
Die Bekämpfung von Motten mit Hausmitteln muss nicht unbedingt aktiv sein und den Kauf oder die eigene Herstellung von Abwehrmitteln bedeuten. Manchmal reicht es aus, einfach eine spezielle Pflanze im Haus zu haben. Zum Beispiel eine Geranie.

Viele Insekten und auch Motten können ihren Geruch nicht ausstehen. In einer großen Wohnung sollte man jedoch mehrere Geraniensträucher haben – einen in jedem Raum. Die Geranie schützt die Wohnung gut sowohl vor Kleider- als auch vor Küchenmotten.
Anwendung: Man sollte ständig lebende, ausgewachsene Geraniensträucher im Raum halten. Schränke und Kommoden sollten ein- bis zweimal täglich geöffnet und gelüftet werden.
Dufttabak und einfacher Tabak
Beide Pflanzen sind gleichermaßen wirksam, nur der Dufttabak ist als lebende Zimmerpflanze erhältlich, der gewöhnliche Rauchtabak dagegen in Form von getrockneten, zerkleinerten Blättern, genau wie sie in Zigaretten vorkommen. Es ist nicht empfehlenswert, gewöhnlichen Tabak zum Schutz von Kleidung zu verwenden: Mit seinem Geruch durchtränkte Sachen verlieren an Attraktivität.


Anwendungshinweise: Einfacher Tabak wird ähnlich wie Lavendelblüten verwendet – in perforierten Beuteln innerhalb der Möbel verteilt. Dufttabak wird einfach als Zimmerpflanze im Haus gehalten, und die Kleiderschränke werden regelmäßig gelüftet.
Analog zu Lavendel werden auch Rainfarn, Thymian, Rosskastaniensamen, Minze, Nelke, Rosmarin und Ginseng verwendet. Bei deren Anwendung ist es wichtig, gelegentlich zu überprüfen, ob die Präparate in den Schränken noch wirksam sind, und sie bei Bedarf durch neue zu ersetzen.
Ähnlich wie Lavendelöl können auch Minz-, Eukalyptus-, Orangen- und Nelkenöl als Hausmittel eingesetzt werden. Sie können ebenso durch Duftstoffe ersetzt werden, jedoch muss die Menge von beiden ständig kontrolliert werden. Es ist wichtig zu bedenken, dass alle genannten Mittel nicht in der Lage sind, bereits vorhandene Motten im Haus zu vernichten – sie vertreiben lediglich die erwachsenen Falter von Schränken und Kommoden.

Knoblauch und Essig gegen Motten in der Küche
Diese Hausmittel gegen Motten nehmen eine Sonderstellung ein, da sie bei weitem nicht den angenehmsten Geruch haben. Aber genau dieser Geruch vertreibt die Motten. Knoblauch wird meist einfach in Nachttischen, Küchenschränken und Vorratskammern zusammen mit Lebensmitteln aufbewahrt, während Essig bei der Wohnungsreinigung dem Wasser zugesetzt wird.

Volkskundige kennen auch einige traditionelle Methoden zur direkten Vernichtung von Motten.
Bekanntermaßen scheuen Motten sowohl hohe als auch niedrige Temperaturen. Selbst wenn sich Eier, Larven oder weibliche Motten (Männchen sind die fliegenden Falter) in der Kleidung befinden, tötet das Waschen bei über 50 °C oder das Auslüften bei Frost unter -10 °C alle Insekten ab.
Auch das Auslüften von Kleidungsstücken in direkter Sonneneinstrahlung an heißen Sommertagen ist recht effektiv: Mottenlarven und Eier vertragen Temperaturen über 30 °C nur schwer und sterben zudem unter UV-Strahlung ab.
Und noch eines: Mottenlarven und ihre Eier haften nur sehr schwach an der Kleidung. Ein kräftiges Ausschütteln genügt, damit sie zu Boden fallen. Deshalb wird ständig getragene Kleidung selten von Motten befallen. Tragen Sie also, was in Ihrem Schrank hängt, lüften Sie es häufiger – dann haben Motten praktisch keine Chance.

Es hieß, Minze vertreibe Motten. Aber sie fraß sie mit Begeisterung, und es gab reichlich Larven.
Wohl ein Kamikaze-Motte =)
Ja, stimmt, Minze hilft nicht.
Gegen Motten hilft ein Stoffbeutel mit Kippen, eine Woche lang auslegen, dann die Kleidung auslüften. Ein Supermittel.
Ein bewährtes Mittel gegen Motten ist das Kraut Rainfarn.
Bei mir hat die Lebensmittelmotte Knoblauch gefressen!
Sie werden es nicht glauben, aber bei mir hat die Motte in den letzten Jahren mehrere Säcke Kartoffeln aufgefressen. Ich war baff! So etwas gab es früher nie. Aber hier fressen Würmer sie regelrecht auf. In jeder Kartoffel jede Menge Fraßgänge und ganz offensichtliche Raupen. Und dann kommt es zu einem Massenausflug von Faltern aus dem Sack … Und ich kann nichts dagegen tun. Kaufe ich im Winter einen Sack, muss ich ihn jede Woche auf Spuren von Gängen unter der Schale untersuchen … Am besten nehme ich gar keine. Im Herbst ist sie billig, aber gegen Ende des Winters verdoppelt sich der Preis mehr als. Was tun? Mit Chemie kann man die Knollen doch nicht tränken. Und wo kommt das her? Sicher eine eingeschleppte Motte. Früher, zu Sowjetzeiten, gab es das nicht. Die wurde offensichtlich von irgendwoher eingeschleppt.
Und vor drei Jahren habe ich im Supermarkt Kartoffeln gesehen, die wurden direkt mitsamt Kartoffelkäfern verkauft. Die Knollen waren von fragwürdiger Qualität. Offensichtlich krank. Und diese Kartoffelkäfer krochen an die Oberfläche. Einfach irrsinnig …